21. Januar 2018 - Kreativgottesdienst zur Jahreslosung


Wasser gehört zum Leben dazu. Zum Trinken, Gießen, Waschen, Saubermachen. Wir wissen alle: Ohne Wasser wäre kein Leben möglich.

Deshalb ist das Wasser Symbol für alles, was wir zum Leben brauchen. Deshalb sprechen wir von Quellen auch dort, wo es nicht um Wasser geht: Ich brauche Energiequellen, Kraftquellen, Lebensquellen. Ich muss auftanken, meinen inneren Akku aufladen und wie wir sonst so sagen. Weil wir wissen: Genauso wenig, wie wir ohne Wasser leben können, können wir nur aus unserer eigenen Kraft leben.

Deshalb suchen wir nach Kraftquellen für unser Leben. Für manche ist das der Urlaub, ein Hobby, die Familie oder der Freundeskreis. Solche Momente des Auftankens sind wichtig. Doch sie sind begrenzt – eher Erholungspausen vom Stress des Alltags. Jemand sprach sogar von „kleinen Fluchten“. Wo finden wir aber eine Quelle der Kraft, die mitten in unserem Alltag sprudelt?

Im Bibelwort der Jahreslosung lädt Gott selbst zu einer anderen Kraftquelle für das Leben ein: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Gottes Kraftquelle ist da: gratis, unerschöpflich, jederzeit. So wie die Bilder von Euch von einer Geborgenheit sprechen mitten im Leben. Mitten im Alltag.

Wie aber können wir zu dieser Quelle kommen? Durch Unterbrechungen. Wenn wir im Stress bewusst durchatmen. Zu Gott sagen: Schenke du mir Kraft! Wenn wir seine Zeichen der Nähe wahrnehmen: Ob in einem Sonnenstrahl, der in unser Zimmer fällt. Oder im Lächeln eines anderen Menschen. Bewusst schöne Augenblicke in uns aufnehmen.

Wichtig ist aber auch noch ein anderer Gedanke: Gott sagt hier: Ich will geben. Nicht: Nehmt! Gott schenkt uns die Lebenskraft. Einfach so. Sie steht uns zur Verfügung. Ich merke das meist erst hinterher. Wenn ein schwieriger Wegabschnitt gemeistert ist. Und ich mich frage: Wie hast du das geschafft? Wenn viele Termine im Kalender stehen und dann doch manches sich von selbst erledigt oder schneller geht als gedacht. Wenn eine Zeit der Krankheit endet. Wenn Trauernde merken: dieses erste Jahr ohne einen lieben Menschen, vor dem ich so viel Angst hatte, ist bewältigt. Da entdecken wir: Gott gibt dem Durstigen von der Quelle lebendigen Wassers umsonst.

Ja, Wasser ist lebensnotwendig. Kraftquellen sind lebensnotwendig. Gott schenkt dieser Quelle. Einfach so. Probieren wir seine Einladung aus: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Amen.