17. Juni 2018 - 3. Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest - Konfi4-Abschluss


Kurzpredigt: Gott ist das Licht (1. Johannes 1,5-7)

Licht ist wichtig – das habt Ihr uns gerade gezeigt. Ohne Licht fehlt uns die Orientierung. Ohne Licht wäre das Leben zunächst eintönig – auf Dauer wäre es sogar unmöglich. Deshalb gibt es ja die Fülle von Lichtquellen, die Ihr uns genannt habt – weil wir Dunkelheit gar nicht aushalten würden.

Weil das Licht so wichtig ist, wird Gott in der Bibel oft mit Licht verglichen. Weil Gott uns Orientierung gibt. Weil Gott uns Leben schenkt.

Deshalb schreibt der Apostel Johannes:

Von Jesus Christus haben wir die Botschaft gehört, die wir euch weitersagen: Gott ist Licht, in ihm gibt es keine Spur von Finsternis. Wenn wir behaupten: »Wir haben Gemeinschaft mit Gott«, und gleichzeitig im Dunkeln leben, dann lügen wir und gehorchen nicht der Wahrheit. Leben wir aber im Licht, so wie Gott im Licht ist, dann haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut, das Jesus, sein Sohn, für uns vergossen hat, reinigt uns von jeder Schuld.

Wer also an Gott glaubt, der lebt in diesem Licht Gottes. Der weiß: Ich lebe aus Gottes Kraft, wie jedes Leben die Kraft des Lichtes braucht. Der orientiert sich an Gottes Licht. Lässt sich von Gott den Weg zeigen.

Wie wirkt sich das aus? Johannes nennt zwei Dinge: wenn wir im Licht Gottes leben, haben wir Gemeinschaft untereinander. Und: Gott reinigt uns von jeder Schuld.

Zuerst die Gemeinschaft: Wir sind füreinander da. Weil wir im Licht Gottes unseren Mitmenschen sehen. Wahrnehmen, was der andere braucht.

Dann: Gott vergibt Schuld. Das Licht Gottes zeigt: Niemand ist fehlerlos. Jeder von uns macht Fehler. Verletzt andere Menschen – zumindest mit Worten. Macht Dinge, die er hinterher bereut.

Da in Gottes Licht kommen. Fehler zugeben. Gottes Vergebung in Anspruch nehmen. Andere um Verzeihung bitten. Und neu anfangen.

Anstoß im Flutlicht haben wir diesen Gottesdienst überschrieben. Wer bei Dunkelheit Fußball spielt, weiß wie wichtig ein Flutlicht ist – sonst trifft man keinTor. Sieht weder Mitspieler noch Gegner.

So schaltet Gott in unserer Welt sein Flutlicht an. Gibt uns Orientierung. Zeigt uns, wer mit uns auf dem Platz ist. Dann folgt der Anstoß im Spiel des Lebens. Wenn Gott uns anstößt: Sein Licht weiterzugeben. Für andere da zu sein. Nach seinem Willen fragen.

Anstoß im Flutlicht. Lassen wir uns von Gottes Licht anstoßen. In seinem Licht leben. Amen.